1 5352c11c89

Das Museum Brandhorst ist immer eine Reise wert. München ist sowieso eine schöne Stadt und ich komme immer wieder gerne hierher. Dabei versuche ich immer, eines der schönen Museen in den Besuch mit einzuplanen. Diesmal war das Museum Brandhorst dran.


Nach einem Kaffee am Viktualienmarkt und einen Spaziergang durch die Fußgängerzone haben wir uns ein Taxi geschnappt und haben uns zum Museum bringen lassen. Es ist immer wieder schön, die bunte Stäbchenfassade von weitem zu sehen. Das schöne Kaffee lockt uns erst einmal an, nach der Pause geht es weiter in die Ausstellung.

Foto 1-3


Foto 1


Foto 3

Dark Pop. So heißt die zentrale Ausstellung. Hier begegnen wir den Sammlungs-Highlights des Museums. Andy Warhols Werk zieht sich als roter Faden durch den Parcour. Dazu Werke von Alex Katz, Bruce Nauman, Damien Hirst, Jeff Koons, Cady Noland, Mike Kelly, Siegmar Polke und anderen. Eine gelungene Mischung. Die anscheinend so fröhliche und verheißungsvolle Umarmung der Konsumwelt wird hier durch kritische, dunkle Untertöne begleitet. In den Werken finden sich die dunklen Aspekte unserer Konsumwelt und Alltagskultur. Hier trifft eine lachende Jackie Kennedy auf die tote Marylin Monroe. Motive von subtiler Gewalt, Sensationslust und morbider Natur, verpackt in fröhlichen Farben und Formen. Eine perfekte Metapher zu unserer Zeit. Zynisch reagieren Damien Hirst (mit seinem Arzneischrank als moderner Schrein) oder Jeff Koons (mit seinem riesen „Monchichi“ auf der Torte) auf unsere Konsumgesellschaft. Die Ironie dabei ist, dass Sie selber ein Teil derer sind. Eine traumhafte und bildgewaltige Ausstellung, absolut lohnenswert.

2bdf2f8084


Foto 2-3


Foto 3-3

Etwas leiser geht es in den oberen Ausstellungsräumen vor sich. Feinfühlige Kunst von Franz West und Cy Twombly im Dialog. Twombly’s fantastische Rosenbilder treffen auf Franz West’s Skulpturen. Der wunderbare Rosenzyklus – 6 monumentale Bilder in einem Raum, dazu die Arbeit „Das Fragile an seiner Kloake“ von West. Welch ein Kontrast. Wunderbar kuratiert. Gedichte von Emily Dickenson treffen auf Interpretationen von Twombly. Viele leise Momente von unglaublicher Kraft und Trauer, aber auch Freude und die Zuversicht zum Leben. Beindruckend schön.

Nach dem Verlassen des Gebäudes haben wir noch einen kleine Runde um das Museum gemacht und uns am Platz in die Sonne gesetzt. Danach ging es weiter zu Fuß durch die Viertel – in Richtung Stachus und ab zum Abendessen.

 Foto 4-3


Die Autoren

Blog01

"Design ist Leidenschaft", ein Motto das uns allgegenwärtig begleitet und immer wieder verdeutlicht wird.

Kein Wunder dass dieses Motto zur Arbeitseinstellung, und diese zur persönlichen Überzeugung wurde. Daraus resultierend ist die Entstehung dieser Plattform auf welcher wir unsere Leidenschaft mit Interessierten und Gleichgesinnten teilen möchten.

Mehr erfahren


Unsere Themen


Weiterempfehlung

fb google fb google fb